Verkehrswende mit neuen Linien und DadiLiner: Spannende Zeiten für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Landkreis Darmstadt-Dieburg stehen bevor

„Wir reden nicht nur über eine mögliche Verkehrswende, wir gestalten sie aktiv“, sagt der CDU-Verkehrspolitiker Maximilian Schimmel.

„Den schienengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr als klimafreundliche und attraktive Mobilität wollen wir fördern und in dieser Legislaturperiode weiter vorantreiben“, ist eine Kernaussage des SPD-CDU-Koalitionsvertrages. Deshalb sind gerade die nächsten Monate für den ÖPNV sehr spannend, da sie erste Ergebnisse für die Entwicklung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten hervorbringen werden.
 

Von zentraler Bedeutung für den Ausbau des Straßenbahnnetzes in den Landkreis ist die „STRADADI“ GmbH. Der Name „STRADADI“ steht für STRaßenbahn DArmstadt-DIeburg. Die drei Gesellschafter sind die Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Landkreis Darmstadt-Dieburg und die HEAG mobilo. Ihre Aufgabe ist nicht der spätere Bau von Schienenverbindungen, sondern zunächst die Planung und eine daraus sich entwickelnde Projektsteuerung. Sie plant konkret die Möglichkeit der Realisierung der Straßenbahnverbindungen von Darmstadt in den Ostkreis nach Roßdorf und Groß-Zimmern und in den Westkreis nach Weiterstadt. Dies alles kann allerdings immer nur in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit den jeweiligen Kommunen geschehen. Das Aussteigen aus dieser Gesellschaft, wie es Teile der Opposition in den Haushaltsberatungen forderten, kommt für uns kurz vor der Präsentation erster Ergebnisse nicht in Frage.
 
Außerdem setzen wir das neue Straßenbahnkonzept um. Bis 2024, also innerhalb von nur noch zwei Jahren, wird das Straßenbahnangebot um 30 Prozent erhöht, sodass wir auf allen Linienästen (bis Arheilgen, Kranichstein, TU-Lichtwiese, Böllenfalltor, Lichtenbergschule, Eberstadt, Seeheim-Jugenheim, Alsbach-Hähnlein und Griesheim) mindestens einen 15-Minuten-Takt, teilweise sogar einen 10-Minuten-Takt, anbieten können.
Außerdem ist die Linie 10 von und nach Griesheim zurückgekehrt. Dadurch können die Einwohnerinnen und Einwohner Griesheims, aber auch die vielen Umsteigerinnen und Umsteiger aus dem Ried, wieder ohne (weiteres) Umsteigen direkt zum Hauptbahnhof Darmstadt fahren. Auch begleiten wir die geplante Straßenbahnverlängerung in Griesheim aktiv.
 
Beim DadiLiner handelt es sich um ein On-Demand-Shuttle, sozusagen ein digitales Anruf-Sammel-Taxi. In fünf Projektkommunen im Westen des Landkreises mit der Gemeinde Erzhausen und den Städten Weiterstadt, Griesheim und Pfungstadt sowie im Osten in der Stadt Babenhausen werden die Elektrokleinbusse in den nächsten Monaten starten und mindestens bis Ende 2024 wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen für die Mobilität der Zukunft erlangen. Für uns ist es auch wichtig, dass man die Fahrten nicht nur per App, sondern auch telefonisch buchen kann. Der DadiLiner wird keine Bus- oder Straßenbahnlinie komplett ersetzen, sondern gerade für den innerörtlichen Verkehr, aber auch den Verkehr zur Nachbarkommune, eine sehr sinnvolle Ergänzung darstellen. 
 
Wir arbeiten in diesen herausfordernden Zeiten an der ständigen Verbesserung des ÖPNV im ganzen Landkreis Darmstadt-Dieburg, aber auch gemeinsam in der DADINA mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Dabei werden wir z. B. auch auf die Erfahrungen aus dem „Neun-Euro-Ticket“ und dem HeinerLiner in Darmstadt zurückgreifen.
 

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