Neuigkeiten
19.12.2019, 09:33 Uhr | Lokalanzeiger vom 19.12.2019 Frau Ursula Friedrich
Was wäre die CDU ohne ihre älteren Wähler?
„Sie würde schlecht dastehen!“, erklärt Albert Henrich. Seit über 18 Jahren steht er an der Spitze der Kreissenioren-Union – dem Dachverband der Ortsvereinigungen der CDU-Senioren.
Rund 60 Mitglieder waren zur Versammlung nach Groß-Zimmern gekommen, um einen neuen Vorstand zu wählen. Albert Henrich wurde einstimmig für eine weitere Legislaturperiode gewählt, möchte den Vorsitz anschließend jedoch in jüngere Hände übergeben. Zu seinen Stellvertretern wurden die Groß-Zimmnerin Marion Thürmer und der Schaafheimer Bürgermeister Reinhold Hehmann gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Schatzmeister Rudolf Ebeling (Pfungstadt), Schriftführer Siegfried Sudra (Schaafheim), der Kreismitgliederbeauftragten Georg Theiß (Groß-Umstadt) und die Beisitzer Josef Hasenauer, Elisabeth Ikus, Edgar Pohl, Franz Schön und Horst Vollrath.
Marion Thürmer, die auch der Zimmerner Seniorenunion vorsteht, kann hier einen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Der Hintergrund ist bedauerlich, denn die Ortsvereinigung der Seniorenunion in Eppertshausen löste sich auf. Nachdem diese Ortsvereinigung immer kleiner wurde, machte eine eigenständige Existenz keinen Sinn mehr. In Groß-Zimmern wurden sie gerne aufgenommen und hier wirkt und agiert nun die größte Seniorenvereinigung im Landkreis. 121 Mitglieder stark ist sie, viele davon pendeln von außerhalb ein, um regelmäßige Veranstaltungen zu besuchen und an Ausflügen teilzunehmen. Es ist ein Tribut an die rege Vereinstätigkeit vor Ort, die ein umfangreiche Jahresprogramm mit vielen geselligen Veranstaltungen bietet.
„Nur 30 Prozent unserer Mitlieder sind auch in der CDU“, resümiert auch der Kreisvorsitzende Albert Henrich. Ein paar Vollblutpolitiker habe es schon, ergänzt Marion Thürmer, die keine Diskussion um „heiße“ politische Themen scheuen, doch meist stehe die Politik im Hintergrund. Umso beliebter sind die geselligen Veranstaltungen, die älteren Menschen ein Stück „Heimat“ in der Seniorenunion bieten. Das Parteibuch ist keine Voraussetzung für den Eintritt in die Gemeinschaft der Älteren. Ab dem 60. Lebensjahr oder dem Eintritt in die Rente stehen die Türen offen.
Dass die Senioren wichtig seien für die Partei, betonte Albert Henrich einmal mehr. „Bei der Europawahl haben von der jüngeren Generation gerade mal zwölf Prozent die CDU gewählt und die Union CDU liegt insgesamt bei knapp 26 Prozent", sagte der alte, neue Vorsitzende. Und bedauert in diesem Kontext, dass die Mitgliederzahlen auf Kreiseben leicht rückläufig sind. In den verbliebenen vier Ortsvereinen im Landkreis gibt es 255 Mitglieder, vor zwei Jahren waren es 270. Vielleicht gelingt es dem Kreisverband doch, die Vision Henrichs, die 300er-Marke zu knacken, zu erreichen. Allerdings, so die Kritik an die Mutterpartei, müsste von der CDU vor Ort mehr Unterstützung kommen. "Meine Vorstellung, möglichst in jedem Ortsverband der CDU, auch eine Senioren-Union zu haben, habe ich aufgegeben, da es sehr schwer ist, dies ohne die örtliche CDU zu erreichen", meint Albert Henrich, der allerdings der Kreis CDU und der Geschäftsstelle ein Lob für "optimale Unterstützung" ausspricht: "Dafür herzlichen Dank an den Kreisvorsitzenden Gottfried Mildeund den Kreisgeschäfttsführer Sebastian Sehlbach"
Marion Thürmer hat ihr eigenes Konzept für Mitgliederzuwachs erarbeitet: Sie setzt auf direkte Ansprache, ist neben der Vorsitzenden auch Mitgliederbeauftragte. Und hat damit Erfolg. Mit ihren Zimmerner Kollegen hat sie längst ein attraktives Jahresprogramm für 2020 geschnürt.
CDU Deutschlands CDUPlus Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Angela Merkel bei Facebook
© CDU-Stadtverband Weiterstadt  | Startseite | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.47 sec. | 92493 Besucher